Silber reinigen und putzen mit Kernseife

Silber reinigen und putzen mit Kernseife– so erstrahlt das Edelmetall in frischem Glanz

Ob Ketten, Manschettenknöpfe, Münzen, Kerzenhalter oder Besteck – Silber ist elegant, wertvoll und zeitlos. Doch die silbernen Schätze wollen gepflegt sein. Leider hat Silber die Tendenz dunkel anzulaufen. Der Glanz verblasst, da Schwefelverbindungen und Schwefelwasserstoff in der Luft Silberlegierungen angreifen.

Das freigesetzte Silbersulfid ist für die gelblich-braunen, gräulichen und schwarzen Verfärbungen verantwortlich. Wer weiß, wie sich Silber effektiv reinigen und putzen lässt, hat lange Freude an seinen Kostbarkeiten. Mit diesen nützlichen Haushaltstipps erstrahlt das Edelmetall in frischem Glanz.

Alufolie und Salz – der bewährte Hausfrauentipp gegen angelaufenes Silber

Es gibt verschiedene Maßnahmen zur Silbereinigung. Eine einfache Strategie für glanzvolles Silber ist die Kombination Wasser, Alufolie und Salz. In eine mit Silberpapier ausgelegte Schüssel kommen ein Liter Wasser und ca. fünf Esslöffel Salz. Die Silberteile werden so in die Lösung gelegt, dass sie Kontakt mit der Aluminiumfolie haben und vollständig bedeckt sind. Schon innerhalb weniger Minuten zeigen sich erste Ergebnisse.

Silber Reinigen mit Kernseife

Das Sulfid bildet sich mithilfe des unedlen Metalls Aluminium zurück und wandelt sich in strahlendes Silber. Im Anschluss werden noch vorhandene Verfärbungen an den Silberstücken sanft mit einem fusselfreien Tuch entfernt. Statt Salz eignet sich auch das Hausmittel Natron als Zugabe.

Silber reinigen mit Zahncreme, saurer Milch oder rohen Kartoffeln

Damit Silber wieder in voller Pracht erstrahlt, empfehlen viele Kenner das Reinigen mit Zahnpasta. Zahncreme sollte allerdings bei stark angelaufenem Silberbesteck oder Schmuck nur eingesetzt werden, wenn bereits eine Grundreinigung im Alufolie-Salz-Wasserbad erfolgt ist. Die Zahncreme beschert einen Schuss Extra-Glanz. Hierzu genügt ein Klecks Zahnpasta auf einem Lappen oder Küchentuch. Jetzt kräftig polieren, mit klarem Wasser abspülen und die Silberutensilien sorgfältig abtrocknen.

Silberschmuck lässt sich auch mit saurer Milch sauber machen. Die Sauermilch in eine Schüssel geben, den Schmuck hineinlegen und am besten über Nacht einwirken lassen. Nachdem die Silberteile mit Wasser abgespült wurden, brillieren sie mit neuer Strahlkraft.

Für grober gearbeitete Schmuckstücke erweisen sich rohe Kartoffeln als effiziente Silberputzmittel. Omis cleverer Haushaltstipp ist denkbar einfach: Eine rohe Kartoffel mittig durchschneiden und mit der Innenseite Silberlöffel, Serviettenhalter oder Suppenkelle einreiben, danach abspülen und trocknen lassen.

Silberschmuck zum Funkeln bringen mit Asche und Zitrone

Silber versprüht kühle Eleganz, doch im Laufe der Zeit bilden sich unschöne Verfärbungen. Ein Mix aus Asche und Zitrone bringt Silberschmuck, Silberaccessoires und Silberbesteck wieder zum Funkeln. Asche ist ein jahrhundertealtes Hausmittel zum Entfernen von hartnäckigem Schmutz.

Wer ein wenig Zitronensaft unter Zigarettenasche oder Kaminasche mengt, kann mit dieser Mixtur kinderleicht seine silbernen Schönheiten putzen. Um die Hände vor Verschmutzungen zu schützen, eignen sich dünne Einweghandschuhe. Doch Vorsicht: Das Zitrus-Asche-Duo ist nicht für Silberschmuck mit Steinen oder filigranen Zierelementen geeignet.

Silber putzen mit Backpulver oder flüssiger Kernseife

Backpulver ist eine schonende Methode zum Silber putzen. Dazu vermengt man ein wenig Wasser mit dem Backpulver, bis eine sämige Paste entsteht, die eher flüssig als fest sein sollte. Das Gemisch lässt sich am besten mit einem weichen Bürstchen auftragen und leicht einreiben. Die Einwirkzeit beträgt rund 30 Minuten. Es ist wichtig, das Silber nach dem Einwirken richtig abzuspülen und gründlich mit einem weichen Tuch trocken zu reiben.

Ein bewährter Haushaltstipp zum Silber reinigen ist ein Gemisch aus flüssiger Kernseife, die zuvor mit warmem Wasser vermischt wird. Anschließend einen winzigen Schuss Salmiakgeist zugeben. Besonders Silberketten und Silberarmbänder erstrahlen durch den Salmiak-Seifen-Mix wie neu. Flüssigkernseife wird im Handel als milde Waschsubtanz im praktischen Handspender angeboten oder kann mit wenigen Hilfsmitteln selbst hergestellt werden.

Vorbeugung: Silber vor lästigen Verfärbungen schützen

Nur wer Silber richtig aufbewahrt, kann sich auch nach Jahren an seinen Schätzen erfreuen. Das gute Tafelbesteck ist in einer Samtschatulle gut aufgehoben. Es gibt außerdem spezielle Taschen mit einem Inlett aus Corrosion Intercept®-Folie. Diese Art Folie gewährleistet bis zu 15 Jahre Anlaufschutz.

Die hochwertigen Taschen werden komplett ohne Chemikalien hergestellt, verfügen über einen praktischen Reißverschluss und eine Einsteck-Klarsichthülle für eine detaillierte Inhaltsbestimmung. Nach Ablauf der Wirkzeit verfärbt sich die Folie von einem Kupferton in einen Grauton.

Schulkreide neben Silberbesteck in der Schublade platziert, schützt ebenfalls vor korrosiven Gasen. Da Kreide in der Lage ist Feuchtigkeit zu binden, lässt sich das Anlaufen verhindern. Silberschmuck wie Ketten, Ringe, Broschen, Ohrstecker und Armbänder sollten nach dem Tragen vorsichtig mit einem Samttüchlein abgerieben werden. Schmuckbeutel aus wertigen Textilien wie Samt, Satin und Velours schützen die edlen Stücke ebenfalls vor äußeren Einflüssen.

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